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zotLook bringt keinen Betrachter mit. Es steuert die Vorschau an, die das System schon hat — deshalb sehen Sie genau das, was Ihr Dateimanager zeigt, Vorschau-Erweiterungen eingeschlossen.
Was jedes System braucht
Nichts zu installieren. Quick Look gehört zum System, und zotLook steuert dieselbe Ansicht an wie der Finder.
Erfordert macOS 12 (Monterey) oder neuer.
Dafür liefert das Plugin einen kleinen kompilierten Helfer mit, qlpreview, als signiertes Universal-Binary — das einzige kompilierte Stück im Paket.
GNOME Sushi, die Vorschau, die Dateien (Nautilus) auf Leertaste öffnet.
sudo apt install gnome-sushi # Debian, Ubuntu
sudo dnf install sushi # FedoraSushi muss nicht laufen: zotLook erreicht es über D-Bus, und D-Bus startet es bei Bedarf. Es funktioniert auch außerhalb von GNOME, solange der Dienst installiert ist und ein Sitzungsbus läuft.
Eine Gewohnheit des Desktops wandert mit: Sobald die Vorschau öffnet, gibt GNOME ihr die Tastatur — genau wie beim Öffnen aus Dateien heraus. Von da an beantwortet das Fenster seine eigenen Tasten — Leertaste, Escape oder q schließen es — und zotLooks Kürzel erreichen das Plugin erst wieder, wenn Zotero den Fokus hat; dort schaltet derselbe Druck, der eine Vorschau geöffnet hat, sie nach wie vor um. Das ist Sushi, wie es gedacht ist, kein verlorenes Tastenkürzel.
Auch die Pfeiltasten gehören zu diesem Entwurf: Sushi behält sie und meldet jeden Druck dem, der es geöffnet hat, als Auswahlbewegung — so wandert Dateien bei offener Vorschau durch seine Liste. zotLook antwortet genauso, abschaltbar in seinen Einstellungen: Ein Pfeil in der Vorschau bewegt die Auswahl in Ihrer Trefferliste, und die Vorschau folgt, sobald die Tasten zur Ruhe kommen. Sie folgt mit der einfachen Vorschau, was auch immer eben zu sehen war — ein Kontaktbogen für jede durchlaufene Zeile hieße Sekunden Rechenzeit pro Schritt. Geblättert wird im Dokument selbst weiterhin mit dem Mausrad — die Bild-Tasten kommen dazu, sobald einmal in das Vorschaufenster geklickt wurde; der Klick gibt dem Inhalt den Tastaturfokus.
KDE hat keinen vergleichbaren systemweiten Vorschaudienst — Kiview ist eine Dolphin-Erweiterung ohne äußere Schnittstelle — dort wird deshalb nichts angesteuert.
QuickLook, die quelloffene Vorschau, die dem Explorer die Leertaste beibringt. Sie muss laufen; zotLook spricht mit ihr über die Named Pipe, auf der sie horcht.
Beide Fassungen funktionieren: das Microsoft-Store-Paket und der Desktop-Installer antworten gleichermaßen. Ältere Darstellungen dieser Anbindung behaupten, die Store-Fassung sei von der Pipe abgeschottet — heute gemessen ist sie es nicht.
Die Vorschau öffnet sich, ohne Zotero den Fokus zu nehmen, die Tastatur bleibt also dort, wo Sie sind — und zotLook bittet Windows, es dabei zu belassen, auch wenn die Vorschau mit der Maus aus dem Kontextmenü gestartet wurde, dem einen Fall, in dem QuickLook ihn sonst nehmen könnte. Das Kürzel, das eine Vorschau geöffnet hat, schließt sie wieder, und Escape ebenso. Klicken Sie in die Vorschau, gelten stattdessen QuickLooks eigene Tasten, bis Sie zurückklicken.
Was wo funktioniert
| macOS | Linux | Windows | |
|---|---|---|---|
| Anhänge anzeigen | ✓ | ✓ | ✓ |
| Notizen anzeigen | ✓ | ✓ | ✓ |
| EPUB von zotLook gerendert | ✓ | ✓ | ✓ |
| Kontaktbogen | ✓ | ✓ | ✓ |
| Klick öffnet den Reader | ✓ | — | ✓ |
| Kontaktbogen im Zotero-Fenster | ✓ | ✓ | ✓ |
Die eine Lücke ist Sushi. Seine Anzeige folgt Verweisen tatsächlich und kann eine zotero:-Adresse nicht laden — die Verweise sind dort deshalb absichtlich wirkungslos, denn ein fehlschlagender Klick reißt die ganze Vorschau mit sich. Die Fenster-Variante (Strg+Alt+Leertaste) gibt Linux den anklickbaren Bogen. Mehr dazu unter Der Kontaktbogen.
Nebeneinander gesehen
Dieselben drei Tastengriffe auf jedem System, jeder treibt die Vorschau an, die das System ohnehin hat. Verschieden ist das Fenster um die Seite herum, nicht das, was zotLook tut.
Leertaste — der Anhang
Die Hervorhebungen sind Zoteros eigene. Sie stehen in seiner Datenbank und nicht in der Datei; gezeigt wird deshalb eine exportierte Kopie, in die sie eingezeichnet sind.
Strg+Umschalt+Leertaste — der Kontaktbogen
Strg+Alt+Leertaste — der Bogen im Zotero-Fenster
Das ist ein Zotero-Fenster statt der Systemanzeige — deshalb sieht es überall gleich aus, und deshalb funktionieren die Seitenverweise auch unter Linux, wo sie es in Sushi nicht können.
Welche Formate wo angezeigt werden
Das ist Sache des Vorschauprogramms, nicht von zotLook. Der Überblick gilt für den Auslieferungszustand — jede Spalte lässt sich erweitern.
| Format | macOS | Linux | Windows |
|---|---|---|---|
| ✓ | ✓ | ✓ | |
| Bilder (JPEG, PNG, GIF, TIFF, WebP) | ✓ | ✓ | ✓ |
| Camera RAW | ✓ | teils¹ | ✓ |
| Video (MP4, MOV) | ✓ | ✓ | ✓ |
| Video (MKV, AVI) | — | ✓² | ✓ |
| Audio | ✓ | ✓ | ✓ |
| HTML | ✓ | ✓ | ✓ |
| Text und Quelltext | ✓³ | ✓ | ✓ |
| Markdown | — | ✓ | ✓ |
| Office (DOCX, XLSX, PPTX) | ✓ | ✓⁴ | ✓⁵ |
| Archive (ZIP, RAR, 7z) | — | — | ✓ |
| EPUB | zotLook | zotLook | zotLook |
¹ über die Bildlader des Systems (glycin bzw. GdkPixbuf) · ² über die installierten GStreamer-Codecs · ³ nur bekannte Endungen; siehe QLStephen unten · ⁴ über LibreOffice, sofern installiert · ⁵ über das Plugin OfficeViewer, ohne installiertes MS Office
EPUB ist überall die Ausnahme: Keines der drei Programme stellt ein E-Book dar, deshalb wandelt zotLook es selbst — das ist das einzige Format, bei dem zotLook nicht bloß weiterreicht. Alles Übrige, was Ihr Vorschauprogramm beherrscht, beherrscht damit auch zotLook.
Die Vorschau erweitern
Weil zotLook die Systemvorschau ansteuert, gilt jede Erweiterung, die Sie dort installieren, sofort auch in Zotero. Ein Betrachter für ein Format, das zotLook nicht kennt, muss also nicht in zotLook eingebaut werden.
Quick Look nimmt Erweiterungen als Quick Look Generators. Der bequemste Weg führt über Homebrew:
brew install --cask qlmarkdown # Markdown
brew install --cask qlvideo # MKV, AVI, FLV und weitere Videoformate
brew install --cask qlstephen # Textdateien ohne bekannte Endung
brew install --cask betterzip # Archive
brew install --cask syntax-highlight # Quelltext mit Syntaxhervorhebung
brew install --cask webpquicklook # WebPEine gepflegte Übersicht führt sindresorhus/quick-look-plugins. Sie ist auf Freie Software ausgerichtet und lässt einiges aus, was für eine Literatursammlung besonders in Frage kommt:
| Erweiterung | Formate | |
|---|---|---|
| Book Preview | EPUB, MOBI, FB2, DJVU, CBR, CBZ — mit Inhaltsverzeichnis | 7,99 € |
| Glance | Quelltext (JSON, Python, YAML …), Jupyter, Markdown, TAR/ZIP | frei |
| iPreview | wie Glance, dazu RAR, 7Z, AsciiDoc, TSV als Tabelle, 3D-Modelle | 7,99 € |
| DicomPreview | DICOM — Röntgen- und MRT-Aufnahmen | frei |
| QuickFits | FITS — Astrofotografie | frei |
| Camera RawX | komprimierte RAF (Fuji), NEF (Nikon), X3F (Sigma) | 12,99 € |
| Apparency | Innenleben von Programmen | frei |
Beide zeigen EPUBs, und beide mit Inhaltsverzeichnis — zotLooks eigene Wandlung bringt eines mit. Die Wahl ist also eine des Geschmacks: zotLook setzt das Buch in einer buchbreiten Palatino-Spalte und behält die Stylesheets des Verlags, Book Preview zeigt es in seiner eigenen Darstellung.
Wollen Sie Book Preview den Vortritt lassen, schalten Sie die Wandlung in den Einstellungen ab — das Buch geht dann unverändert an Quick Look.
Für MOBI, DJVU und Comic-Formate gibt es keine Wahl: Die kann zotLook nicht wandeln und reicht sie ohnehin nur weiter. Dort ist die Erweiterung der einzige Weg zu einer Vorschau.
Dann entscheidet macOS von sich aus, welche zum Zug kommt — und nicht immer zu Ihren Gunsten. Ein Markdown-Editor mit rudimentärer Erweiterung kann dem sorgfältigen QLMarkdown den Rang ablaufen.
Abhilfe unter Systemeinstellungen → Allgemein → Anmeldeobjekte & Erweiterungen, Abschnitt Erweiterungen, dann auf das i hinter Übersicht. Unter macOS 26 (Tahoe) zuvor die Ansicht von „Nach App” auf „Nach Kategorie” umstellen. Dort lässt sich eine Erweiterung abschalten, ohne die zugehörige App zu löschen.
Je Dateityp lässt sich das nicht festlegen. Ein Alleskönner wie Glance oder iPreview lässt sich nur ganz abschalten — weshalb mehrere spezialisierte Erweiterungen in der Summe besser zu steuern sind als eine universelle.
Seit macOS Catalina versieht das System heruntergeladene Erweiterungen mit einem Quarantäne-Merkmal, und Quick Look lädt sie dann stillschweigend nicht — es erscheint schlicht weiterhin keine Vorschau. Einmalig entfernen:
xattr -d -r com.apple.quarantine ~/Library/QuickLookDanach qlmanage -r ausführen oder sich neu anmelden.
Bei Erweiterungen, die als Programm kommen, meldet sich macOS stattdessen mit „konnte nicht auf Schadsoftware überprüft werden”. Freigeben unter Systemeinstellungen → Datenschutz & Sicherheit → Sicherheit → Dennoch öffnen. Erweiterungen aus dem App Store sind von Apple geprüft und ersparen beides.
Erweiterungen liegen in ~/Library/QuickLook (nur für Sie) oder /Library/QuickLook (für alle). Neuere Erweiterungen kommen als App, die eine Quick Look Extension mitbringt; die schalten Sie unter Systemeinstellungen → Allgemein → Anmeldeobjekte & Erweiterungen frei.
Sushi kennt seit Version 51 eine Plugin-Schnittstelle: Ein Plugin ist eine JavaScript-Datei, die von der Klasse Renderer erbt, und wird gesucht in
$HOME/.local/share/sushi/plugins-1 # nur für Sie
/usr/lib/sushi/plugins-1 # für alle
Vor Version 51 hieß das Verzeichnis $HOME/.local/share/sushi/viewers.
Es gibt keinen Vorrat fertiger Sushi-Plugins zum Herunterladen. Die Schnittstelle ist da und in plugins/Plugins.md beschrieben — aber wer sie nutzt, schreibt das Plugin selbst.
In der Praxis erweitert man Sushi deshalb indirekt, über die Systembibliotheken, aus denen es seine Betrachter speist:
| Sie installieren | Sushi zeigt daraufhin |
|---|---|
GStreamer-Codecs (gstreamer1.0-plugins-bad, -ugly, -libav) |
mehr Video- und Audioformate |
Bildlader (webp-pixbuf-loader, glycin-Lader) |
WebP, AVIF, HEIF |
| LibreOffice | DOCX, XLSX, PPTX |
Das ist kein Umweg, sondern die Bauweise: Sushi bringt für diese Formate keinen eigenen Code mit, sondern benutzt, was das System kann.
QuickLook nimmt Erweiterungen als .qlplugin-Dateien. Die Installation ist die einfachste der drei:
- Die
.qlplugin-Datei von der Freigabe-Seite des Plugins laden. - Sie im Explorer markieren und Leertaste drücken — QuickLook zeigt sie selbst an und bietet Install an.
- QuickLook neu starten.
Die Übersicht führt das Projekt unter Available Plugins. Nützlich für wissenschaftliche Arbeit sind unter anderem:
| Plugin | Formate |
|---|---|
| OfficeViewer | Word, Excel, PowerPoint — ohne installiertes Office |
| JupyterNotebookViewer | .ipynb |
| SqliteViewer | SQLite-Datenbanken |
| ShapefileViewer | ESRI-Shapefiles |
| FitsViewer | Astrofotografie (FITS) |
| Hdf5Viewer | HDF5-Datensätze |
| CADImport | .dwg, .dxf, .plt, .cgm |
| ExifTool | Metadaten vieler Formate |








